Pressestimmen zur Filzfotografie
Kammerl ist der Pionier der Filzfotografie.
Was jedem Berufsfotografen ein Gräuel ist – der Fussel an sich – wird
hier zum Träger verdichteter Botschaft. Das Ergebnis ist ein weiches
Bild, das sich nicht nur gut anfühlt.
Die zusammengeklebten Filzstreifen können auch auf beiden Seiten
mit einer 180 Grad heißen Presse bedruckt werden. Das Bild kann
somit wie eine Skulptur in den Raum hineinragen (…).
Z.B. hat eine Frau die Augen auf der einen Seite des Filzbildes die
Augen offen, auf der anderen Seite geschlossen.
Auf weißem Filz sind die Konturen klarer, auf grauem Filz bekommt
die Fotografie etwas Malerisches.
Auf den Filz gekommen ist Kammerl übrigens, weil bei seinem Bügel-
filz ein Stück übrig geblieben ist. “Ewig habe ich es herumgeschoben,
wollte es schon wegwerfen”, sagt der Künstler. Dann siegte doch die
Kreativität. Text: Ruth Gemeinhardt 2011 im Münchner Merkur
Pressebeitrag aus der Süddeutschen Zeitung im Jahr 2007:
Anton Kammerl ist ein Künstlerfotograf. (…) Ihm geht es
um die künstlerischen Möglichkeiten der Fotografie wie sie
sich beispielsweise durch die Kombination von Symbol und
weiblichem Akt ergeben.
Und mit seinen Fotodrucken auf Industriefilz – eine Technik,
die er erfunden hat – verwandelt er seine vielfältigen Arbeiten
in echte Unikate.
“Die Filzfotografien erhalten durch das Material Wärme, sie
verleihen besonders den Hautpartien etwas Weiches, das man
nicht nur sehen, sondern gerne auch anfassen kann,” erklärt
Kammerl. Aus diesem Grund hängt keines dieser Werke hinter
Glas, sondern sie sind stattdessen vor eine farbige Leinwand
gesetzt. Text: Ann-Katrin Grosse in der SZ 2007










